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Protestmarsch im Bañado Tacumbú

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Am 19. November sind die Anwohner des Bañado Tacumbú auf die Strasse gegangen, um ihre Häuser und Grundstücke gegen das Grossprojekt "Franja Costera" der Regierung zu verteidigen. Sie demonstrieren gegen die Franja Costera inklusive, die im Rahmen der südlichen Küstenstrasse (Costanera Sur) geplant ist. Dieses Project bedroht das ganze Viertel, mit ca. 2'500 Häusern, eine Schule, Kirchen und ein Gesundheitszentrum. Die Bevölkerung besetzte diese Zone vor Jahrzehnten, in dieser Zeit wurde dieses Schwemmland als wertlos betrachtet. Während der jahrelangen Besetzung dieses Landes der Gemeinde, haben die Anwohner ihre Grundstücke mit Bauschutt so erhöht, dass diese von den meisten der kleineren Überschwemmungen sicher sind. Heute ist der Bañado Tacumbú ein gut entwickeltes Viertel voller Leben. Die Siedler, angeführt von der Organisation COBAT, verlangen, dass die Küstenstrasse der Küste entlang gebaut und mit Schleusen und Pumpsystemen versehen wird, um sie so in e...

Die Situation in den Banados von Asuncion im Überblick

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Eine Zusammenfassung der Ereignisse von September und Anfang Oktober 2017 und ein kurzer Überblick über die Situation der Bevölkerung in den Zonen der verschiedenen Etappen: Am 12. September fand eine Audiencia Publica statt über die Situation im Südbanado wo zahlreiche Organisationen des Südbanados teilnahmen, auf ihrer Seite Ingenieur Ricardo Canese, der das Dammprojekt entwickelt hat und auch Repräsentanten von MOPC mit wenig Kompetenzen, Senavitad und Itaipu, den Entitäten, die Rede und Antwort stehen sollten. Und Ingenieur Cardozo, welcher das Projekt der Regierung vertritt und welcher sich in jeder Hinsicht über die Anwohner lustig gmacht hat und allen die Worte im Mund umgedreht hat.  Das Volk ist in Strömen gekommen und ein grosser Teil wurde nicht mehr in den kleinen Audienzsaal hereingelasen und musste wieder nach Hause gehen. Aus dieser öffentlichen Anhörung ging der Runde Tisch vom 4. Oktober hervor. Ende   September haben   die Medien die...

Die Zone die das Projekt Küstenstrasse "Franja Costera" betreffen wird

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Die Costanera Sur (Südliche Küstenstrasse) das Grossporjekt, das ein ganzes Stadtviertel bedroht. In allen ofiziellen Artikeln zum Thema wird der soziale Faktor hervorgehoben und wie grosszügig die Regierung 5000 Häuser für die Armen bauen will.  Aber ist das wirklich die Absicht der Regierung? Oder ist das Projekt eher eine Umsiedlung, ohne dies beim Namen zu nennen?   Der Präsident Cartes drückt sich in seinem Twitter-Konto folgendermassen aus: "Da die Paraguayos besseres verdienen, werden wir die südliche Küstenstrassen ausschreiben. Das sind 7.9 Kilometer Strasse, 5000 "würdige" Häuser und Arbeitsplätze." Aber wer ist es, der mit Hilfe dieses Projekts besser leben könnte? Das Projekt will 110 ha auf ein "Überschwemmungsicheres" Niveau erhöhen. Was nie erwähnt wird, ist, dass diese 110 ha die "aufgefüllt" werden sollen nicht etwa brach liegen, sie sind auch nicht Slums von einfachen Hütten, wie Publikationen zum Thema weismachen woll...

Pressekonferenz im Banado Tacumbu

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Drei Wochen sind vergangen, seit der Unterschrift des Pfarrers in unserem Namen. Seither Hat die COBAT hart gearbeitet.  Vor allem daran die Zonen des Viertels besser zu   „erschliessen“ mit der Information. Es gab mehrere zonale Sitzungen, aus denen Zonale Verantwortliche hervorgingen, die in einer WhatsApp Gruppe gesammelt wurden, um ihnen Informationen so einfach und billig senden zu können. Wer kein WhatsApp, dann geht’s auch mit einem Anruf. Die Verantwortlichen pro Zone haben dann die Aufgabe ihre Zone zu informieren, Haus zu Haus, oder wieder per WhatsApp. Heute konnte dieses System dann genutzt werden, um die Leute zur Pressekonferenz einzuladen und zu motivieren zu kommen. Das ist hier in Paraguay recht schwierig, die Leute sind zwar unzufrieden mit dem Projekt und haben Angst davor, lassen sich aber nur sehr schwer dazu bringen, das öffentlich zu demonstrieren, machen das eher per WhatsApp oder Facebook, oder unter sich.  Heute versammelte sich aber...

Neue Aktivitäten im Süd-Banado, Costanera 3 / Sur

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Die als "unverbindlich" deklarierte Volkszählung ist abgeschlossen und leider haben der grosse Teil der Bevölkerung, die eigentlich boykottieren wollten, dem Druck nicht standgehalten. Die Volkszähler gingen sehr geschickt vor und machten genau die Versprechen (leere vermutlich), die die Leute hören wollten, oder die Drohungen, die sie brauchten um die Leute kooperieren zu lassen. Das es weder nötig war zu unterschreiben oder eine Kopie der Identitätskarte beizulegen, hat die Leute dann von der Harmlosigkeit der Volkszählung überzeugt. Kaum zwei Wochen später hat dann der "Pai Pedro" im Namen der gesamten Bevölkerung des Südbanados für die Regierung ein Dokument für die Franja Costera unterschrieben, wohl wissend, dass mehr als die Hälfte mit dem Projekt nicht einverstanden sind. Das hat dann die Bevölkerung doch endlich aufgerüttelt und sie machen sich jetzt Sorgen. Das wird Cobat  jetzt nützen und versuchen, Aktionen zu organisieren, um zu demonstrieren, da...

Ein weiterer Besuch im Nordbanado

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Heute Morgen habe ich erfahren, dass im Nordbanado eine Gruppe von Anwohnern die Zugangsstrasse gesperrt haben und so die Arbeiten am Strassenbau blockieren. Ganz spontan bin ich also in den Nordbanado gefahren und bin die Strasse suchen gegangen. Ganz einfach war das nicht, es ist recht weit von der Bushaltestelle weg und ich musste mehrmals fragen. Dann habe ich die Gruppe von Menschen gefunden… Sie sassen am Strassenrand, die Strasse war mit einem Auto halb gesperrt, den lokalen Verkehr, der nichts mit dem Strassenbau zu tun hatte liess man aber vorbei. Sie hätten die Strasse gesperrt, da die Entschädigungsgelder zu klein seien, und viele Familien noch nicht einmal wissen ob und wieviel sie erhalten werden, da sie einfach noch nicht informiert worden waren. Viele haben jetzt Probleme, da ihre Häuser schon im Wasser stehen, einerseits, weil der Flusspegel in dieser Jahreszeit hoch ist, andererseits, weil die Lagune schon zugeschüttet wurde. Sie wagen es nicht, i...