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Pressekonferenz im Banado Tacumbu

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Drei Wochen sind vergangen, seit der Unterschrift des Pfarrers in unserem Namen. Seither Hat die COBAT hart gearbeitet.  Vor allem daran die Zonen des Viertels besser zu   „erschliessen“ mit der Information. Es gab mehrere zonale Sitzungen, aus denen Zonale Verantwortliche hervorgingen, die in einer WhatsApp Gruppe gesammelt wurden, um ihnen Informationen so einfach und billig senden zu können. Wer kein WhatsApp, dann geht’s auch mit einem Anruf. Die Verantwortlichen pro Zone haben dann die Aufgabe ihre Zone zu informieren, Haus zu Haus, oder wieder per WhatsApp. Heute konnte dieses System dann genutzt werden, um die Leute zur Pressekonferenz einzuladen und zu motivieren zu kommen. Das ist hier in Paraguay recht schwierig, die Leute sind zwar unzufrieden mit dem Projekt und haben Angst davor, lassen sich aber nur sehr schwer dazu bringen, das öffentlich zu demonstrieren, machen das eher per WhatsApp oder Facebook, oder unter sich.  Heute versammelte sich aber...

Neue Aktivitäten im Süd-Banado, Costanera 3 / Sur

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Die als "unverbindlich" deklarierte Volkszählung ist abgeschlossen und leider haben der grosse Teil der Bevölkerung, die eigentlich boykottieren wollten, dem Druck nicht standgehalten. Die Volkszähler gingen sehr geschickt vor und machten genau die Versprechen (leere vermutlich), die die Leute hören wollten, oder die Drohungen, die sie brauchten um die Leute kooperieren zu lassen. Das es weder nötig war zu unterschreiben oder eine Kopie der Identitätskarte beizulegen, hat die Leute dann von der Harmlosigkeit der Volkszählung überzeugt. Kaum zwei Wochen später hat dann der "Pai Pedro" im Namen der gesamten Bevölkerung des Südbanados für die Regierung ein Dokument für die Franja Costera unterschrieben, wohl wissend, dass mehr als die Hälfte mit dem Projekt nicht einverstanden sind. Das hat dann die Bevölkerung doch endlich aufgerüttelt und sie machen sich jetzt Sorgen. Das wird Cobat  jetzt nützen und versuchen, Aktionen zu organisieren, um zu demonstrieren, da...

Ein weiterer Besuch im Nordbanado

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Heute Morgen habe ich erfahren, dass im Nordbanado eine Gruppe von Anwohnern die Zugangsstrasse gesperrt haben und so die Arbeiten am Strassenbau blockieren. Ganz spontan bin ich also in den Nordbanado gefahren und bin die Strasse suchen gegangen. Ganz einfach war das nicht, es ist recht weit von der Bushaltestelle weg und ich musste mehrmals fragen. Dann habe ich die Gruppe von Menschen gefunden… Sie sassen am Strassenrand, die Strasse war mit einem Auto halb gesperrt, den lokalen Verkehr, der nichts mit dem Strassenbau zu tun hatte liess man aber vorbei. Sie hätten die Strasse gesperrt, da die Entschädigungsgelder zu klein seien, und viele Familien noch nicht einmal wissen ob und wieviel sie erhalten werden, da sie einfach noch nicht informiert worden waren. Viele haben jetzt Probleme, da ihre Häuser schon im Wasser stehen, einerseits, weil der Flusspegel in dieser Jahreszeit hoch ist, andererseits, weil die Lagune schon zugeschüttet wurde. Sie wagen es nicht, i...

Ein zweiter Besuch im Nordbanado

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Letzte Woche beschloss ich, nochmals in den Nordbanado zu fahren, diesmal alleine. Die Zone in der Nähe vom Haus von Mabel, sah ganz kahl aus…, denn die leerstehenden Häuser, die ich dort das letzte Mal sah, stehen nicht mehr dort. In einer halben Stunde hätten die Maschinen sie zerstört, erzählt mir Mabel. Nur ein kleines Häuslein steht noch dort. Der Bewohner fordere ein Haus in der gleichen Zone, darum wohnt er noch dort. Mabel erzählte mir, dass sie jetzt zuversichtlich seien… sie wissen jetzt, wo für ihre Söhne die Häuser gebaut werden sollen, das Areal soll im Juni aufgefüllt werden und für die restlichen Anwohner dort provisorische Häuser aufgestellt werden, die definitiven werden dann nachher gebaut. Ich sehe das als etwas Unsichereres an… aber ich will ihr nicht die Freude nehmen. Ich hoffe, es ist nicht ein weiteres leeres Versprechen. Zusammen mit Mabel gehen wir die tiefer gelegenen Häuser besuchen. Einige davon stehen schon im Wasser, die Anwohner getraue...

Besuch im Nordbanado, Augenzeugenbericht

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Nachdem ich es mehrmals verschoben hatte, reiste ich, trotz unsicheren Wetterprognosen, gestern in den Nordbanado. Mit mir kam Amalia, eine Mitstreiterin der Zone, die sich auch besser über den Stand der Dinge informieren wollte. Die Anreise ist ja einfach, da unser Bus Nr. 37 Süd und Nordbanado verbindet, er muss einfach durch das ganze Stadtzentrum hindurch. Das dann doch fast eine Stunde dauert, wenn es viel Verkehr hat. An der richtigen Abzweigung ausgestiegen, und ein Blick zum Himmel, es fing wirklich an zu tröpfeln… Dann sind wir der Strasse San Estanislao gefolgt, der zukünftigen Zubringerstrasse der Costanera Norte, die auch auf hochwassersicheres Niveau gebracht werden soll.  Laufend fahren Lastwagen an uns vorbei, die Erde anfahren für den Strassenbau. Je weiter weg von der asphaltierten Hauptstrasse, desto ländlicher scheint das Viertel. Die Strasse auf der wir gehen ist nicht asphaltiert, dementsprechend sieht sie aus mit dem vielen und ungewohnten Lastwagen...

Der Stand der Dinge

Die Situation hier ist für mich im Moment wahnsinnig belastend. Und ich hätte manchmal einfach Lust, den Kopf in den Sand zu stecken, wie das viele Leute hier machen. Es ist so schwierig, die Situation richtig abzuschätzen, es überfordert mich völlig. Meine Ausbildung hilft mir zwar, aber sie ist einfach zu wenig und Erfahrung habe ich ja kaum im Bereich Kampagnen und schon gar nicht solche in dieser Art von Situation. Ich habe schon an mehrere Organisationen geschrieben, leider aber noch kaum Antworten erhalten. Ich bin zwar mit einem Latinamerikakorrespondenten von Radio und einer Korrespondentin vom Fernsehen im Kontakt.. es hat aber eigentlich zu wenig, das man vorzeigen kann. Diese Woche ist dann endlich diese Volkszählung, die wir boykottieren wollen hier in die Zone gekommen. Ich habe die ganze Zone informiert und vorbereitet mit meiner Plakatkampagne, und den Leuten gesagt, sie sollen diese Volkszählung nicht machen, weil die Abkommen, die wir hatten, einfach mal wieder nicht...

Film der Organisation Witness zum Thema Zwangsumsliedlung

Ich war in letzter Zeit viel Online und habe Seiten von humanitären Organisationen angeschaut. Dabei habe ich folgenden Film der Organisation "Witness" gefunden. Er ist auf Englisch. Ich sehe viele Parallelen dazwischen, wie der Film den Ablauf einer "forceful eviction" (das Wort Zwangsumsiedlung passt eben nicht wirklich) beschreibt und was hier im Banado geschieht. https://drive.google.com/open?id=0B7pj4y-UiOOXS1QwWDBaVUNFMEk