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Von Versprechen, die nicht eingehalten werden, die Schattenseite der Küstenstrasse

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Im Juni wurde die nördliche Küstenstrasse eröffnet, was in den lokalen Medien viel applaudiert wurde. Aber es gibt eine Schattenseite dieses Projekts, welche die Medien wenig erwähnen. Nur wenige Leute fragen sich, was mit den Familien passiert ist, welche dieses Land vor dem Bau der Strasse bewohnt haben. Kaum jemand weiss, dass die Strasse ein ganzes Viertel in zwei teilt, ein Viertel, das von armen Familien erbaut wurde und das ihnen nicht nur als Wohn-, sondern auch als Arbeitsort diente... Wenige Leute interessiert es, wohin die Familien gezogen sind, die dem Strassenbau weichen mussten. Ein Grossteil der Bevölkerung wurde entschädigt mit einem Geldbetrag, der nicht reicht, um ein Grundstück zu kaufen und noch viel weniger darauf etwas zu bauen.  Die einzige Möglichkeit, die sie damit offen hatten, ist wiederum ein Grundstück der Gemeinde zu besetzen... weiter von der Stadt weg und oder näher am Fluss und von vorne eine unsichere Existenz aufbauen.  Die 45 Famili...

Botschaft an Papst Franziskus

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Vor drei Jahren kam Papst Franziskus nach Paraguay und liess es sich nicht nehmen, auch in den ärmeren Zonen der Hauptstadt, den Banados halt zu machen. Der Platz "San Juan", vor 3 Jahren Mittelpunkt des Papstbesuchs, heute vergessen und verlassen Auf dem Platz "San Juan" im Nordbanado hat er eine sehr berührende Rede gehalten, die er mit den Worten begann, wie froh er sei, sie, die Anwesendenden auf diesem, ihrem Land zu besuchen. Ausserdem erwähnte er die heilige Familie, die ihr zu Hause verlassen mussten und in ein Fremdes Land ziehen, wo sie niemanden kannten und verglich die Entbehrungen, die sie auf sich nehmen mussten, mit dem täglichen Überlebenskampf der Anwohner der überschwemmungsgefährdeten Zonen der Banados. Zu diesem Zeitpunkt bezogen sich seine Worte wohl auf die letzte, nur Wochen zurückliegende Überschwemmung, welche die Familien aus ihren Häusern vertrieben hat, doch vielleicht auch auf die Geschichte der Banados, entstanden durch die Zuwan...

Die nördliche Küstenstrasse und die Lösungen, die sie nicht bietet.

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Im Juni dieses Jahres wird die Eröffnung der nördlichen Küstenstrasse angekündigt. Trotz der Bitte der Bevölkerung, die Strasse an die Küste zu legen, teilt diese den Norbanado in zwei Teile. Die Regierung zieht es nicht in Erwägung, die Strasse in einen Damm zu verwandeln, indem sie Schleusentore und Pumpsysteme anbringt. Die Strasse, in einen Damm zu verwandeln, würde nur ungefähr 5% mehr kosten und die Ganze innerhalb gelegene Zone wäre von den häufigen Überschwemmungen geschützt. Die Küstenstrasse, das perfekte Terrain für einen Damm von grosser Sicherheit, es fehlen nur Schleusentore und Wasserpumpen, der teuerste Teil, das Terrain ist schon vorhanden. Die Zonen, die innerhalb und unterhalb der Strasse zu liegen gekommen sind, leiden unter dem "Waschbeckeneffekt", weil das Regenwasser nicht mehr ablaufen kann und sie bei heftigem Regen überschwemmt werden. Würde die Strasse in einen Damm verwandelt, wäre auch dieses Problem gelöst. Die Zone innerhalb der K...

Das Leben in den Trümmern der Chacarita

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Die Viertel der Chacarita werden Stück für Stück dem Erdboden gleich gemacht. Mit jedem zerstörten Haus stirbt die Geschichte einer Familie, die die tiefgelegenen Zonen von Asunci ón besiedelten um zu überleben. Die Familien, die in dieser Zone ausharren, leben inmitten der Trümmer eines Umfeldes, das einem Kriegsgebiet gleicht. Die Umstände sind zum Verzweifeln. Dazu kommt der Druck gegen die Personen, die sich gegen das Projekt der Regierung wehren.  Mit der letzten Überschwemmung in diesem Jahr wurde der Druck für viele zu gross und sie haben sich ins Viertel "San Francisco" umsiedeln lassen. Aber Nothilfe für diese Familien, die dies nicht wollten, gab es keine. Unterdessen leiden die Familien im Viertel San Francisco. Denn das Viertel, das als vorbildlich gerühmt wird, ist zwar schön anzusehen von aussen, ist aber gänzlich ungeeignet für die grossen, armen Familien, welche von Recycling und kleinen Werkstätten in ihren Häusern und grossen Höfen lebt...

Chacarita- viel Leid das hätte verhindert werden können

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Vor dem Kongress haben sich erneut Hochwasserflüchtlinge angesiedelt. Das Klima spielt verrückt und die fortschreitenden Auffüllarbeiten der Franja Costera im Bereich Chacarita verschlimmern die Lage drastisch. Nothilfe gibt es kaum. Geholfen wird nur denen, die bereit sind, in das neue Viertel "Barrio San Francisco" umzuziehen und die das Glück haben, dafür auf der Liste zu sein. Viele wollen das auch gar nicht. Da die kleinen Wohnungen für die vielköpfigen Familien, die meist eigene kleine Produktionsstätten zu Hause betreiben, völlig ungeeignet sind. Ohne die Einkunft der Minigewerbe zu Hause, würden sie die monatliche Zahlquote und anderen Ausgaben nicht bezahlen können und schlussendlich auf der Strasse stehen. Ungefähr fünf Überschwemmungen haben die Chacarite ñ os durchlitten, nachdem die Costanera, die Küstenstrasse, durch ihr Viertel gebaut worden ist. Mit nur 5% Mehrausgaben hätte diese Strasse in einen Damm umgewandelt werden können. Und die Familien wären...

Südliche Küstenstrasse und die Konsequenzen eines Grossprojektes ohne nötige Studien durzuführen

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Die südliche Küstenstrasse und die Auffüllung der tiefgelegenen Zonen, von der Regierung als ein wunderbares Projekt präsentiert, schreitet trotz Protesten der Bevölkerung fort. Das Grossprojekt wird ohne Machbarkeiksstudie vorangetrieben. Die Organisacion Cobat hat diese Studie schon mehrmals angefordert und nicht erhalten. Die Arbeiten schreiten voran, ohne Alternativen zu prüfen. Die Regierung weigert sich weiterhin, die Alternative, die Küstenstrasste in einen Damm zu verwandeln (die Auffüllung der gesamten Zone wäre mit dieser Alternative nicht nötig), zu prüfen. Die fortschreitenden Arbeiten haben negative Auswirkungen auf die Anwohner der Zone. Die Brücke Pessoa, die Pforte des Banado Tacumbu, füllt sich bei Regen mit Kloake. Dies geschieht, weil durch die Arbeiten die Hauptabwasserleitung verstopft oder zerdrückt wurde. Die Abwässer ergiessen sich nicht nur über die Strasse, sondern auch in die Häuser der Nachbarn. Mit einer Machbarkeitsstudie als Basis, hätte dies v...

Ein kleiner Film in Erinnerung an Villa Asuncion

Villa Asuncion ist der erste Teil vom Viertel "Banado Tacumbu" das dem Projekt Costanera Sur (Südliche Küstenstrasse) zum Opfer gefallen ist. Die Bagger haben die Häuser niedergerissen. Einige Anwohner sind freiwillig in die temporären Unterkünfte umgezogen, weil sie wenig zu verlieren hatten und ihnen viel versprochen wurde. Garantien haben sie aber keine, da sie durch das Aufgeben ihrer Landbesetzungen sämtliche Rechte verlieren. Die Leute, die ihre Häuser nicht verlassen wollten, wurden so lange unter Druck gesetzt bis sie einlenkten. Sie wohnen jetzt in Zimmerchen von 5 auf 6 m, eine Familie an der anderen... und keiner weiss wie lange, oder ob sie jemals die versprochenen Häuser (es werden wohl, wenn überhaupt Blockwohnungen sein) bekommen, wieviel sie dafür zahlen müssen und ob sie in der Lage sein werden dies und die Steuern und Abgaben zu zahlen, die dann neu anfallen werden.